Haiku Gedichte und Malerei
Die Schönheiten des Augenblicks
Zyklus mit sieben Bildern und sieben Haikus inspiriert von Farben
Die Haikus beschreiben die Wirkung der Farben auf uns Menschen:
- von Orten, an denen wir die Farbe empfinden
- was diese in uns auslöst
- was diese mit uns macht
Beschreibung eines Haiku Gedichts:
Ein Haiku ist eine japanische Gedichtform, die in drei Zeilen eine
festgelegte Silbenzahl enthalten muss: 5 - 7 - 5. Der Inhalt bezieht
sich traditionell auf Naturerscheinungen.
Aufgrund der Annahme, dass Buddha in jedem noch so kleinen Wesen oder
Gegenstand ist, kann man eben auch durch noch so Kleines, Unscheinbares,
Vergängliches oder Unwichtiges in das tiefste Wesen des Universums schauen.
Und so kann jeder (Kaiser und Bauer) durch ein "kleines" Haiku Buddha preisen.
Bei einem Haiku ist das Unausgesprochene, Angedeutete, Ausgesparte wichtiger
als das klar Ausgedrückte.
Ein Beispiel für ein traditionelles Haiku ist
Die Pflaumenblüte":
Einem, der ihn brach,
schenkt er dennoch seinen Duft -
Pflaumenblütenzweig!
Das Festhalten eines flüchtigen, nie wiederkehrenden Augenblicks, oder einer Stimmung
in allerknappster Form ist ein Sinn des Haikus. In anderen Sprachen als das Japanische,
welche auf Lauten beruht, wird es den Gegebenheiten der jeweiligen Sprache angepasst
und - wie bei uns - in Silben 'gedichtet'.
Heute wird das Erstellen von Haikus u.a. in Firmen als Übung angeboten,
um einen großen, komplexen Zusammenhang in einen kurzen Text zu fassen.
Das beste Beispiel dafür ist das Erstellen von Schlagzeilen in Zeitungen.
In einer kurzen Überschrift muss das Wesentliche eines Artikels so enthalten
sein, dass man weiß, um was es geht, und gleichzeitig darf es lediglich
so knapp angedeutet werden, dass man dennoch den ganzen Artikel liest.
Meine ureigenste Form für Haikus ist eine Kombination daraus: ein Eindruck,
egal ob aus der Natur oder aus eigenem Empfinden heraus, wird durch Schlagworte
beschrieben.
Die Schönheiten des Augenblicks beschäftigen sich mit sieben Farben,
die man auch in einem Regenbogen findet: rot, orange, gelb, grün, hellblau,
indigoblau, violett.
Diese Farben werden in der buddhistischen Philosophie den Chakren zugeordnet.
Chakren sind die sieben Energiepunkte an bestimmten Stellen des Körpers durch
die die Lebensenergie fließt. Wenn ein Energiepunkt gestört ist, wird er mit
der dem Chakra zugeordneten Farbe behandelt. Den Chakren und damit auch den
Farben werden menschliche Eigenschaften zugeordnet. So würde z.B. eine
Kommunikationsschwäche mit der Farbe Blau behandelt werden. Wer eine
Chakra-Meditation macht, taucht sozusagen in alle Farben nacheinander
ein und beugt damit einer eventuellen Störung des Flusses der Lebensenergie vor.
Andererseits werden Farben auch in unseren westlichen Gefilden zur Heilung
eingesetzt. Die Themen der Farben sind durchaus ähnlich wie bei den Chakren,
werden jedoch "handfester" eingesetzt.
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Farbe
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Chakra Thema
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Heilwirkung einer Farbe,
nach westlicher Anwendung
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Rot
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Lebensenergie, Erdverbundenheit
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anregend, wärmend
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Orange
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Kreativität, Begeisterung
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Vitalisierend, Neues aufnehmen
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Gelb
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Entfaltung der Persönlichkeit
Verarbeiten von Gefühlen
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offener werden, optimistisch sein
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Grün
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Mitempfinden, Toleranz
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erfrischend
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Hellblau
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Kommunikation, Inspiration
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kühlend, regenerierend
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Indigoblau
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Intuition, Geisteskraft
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entspannend, der Intuition trauen
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Violett
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Universelles Bewusstsein
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beruhigend, reinigend
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Basierend auf diesen beiden Farb-Theorien, und natürlich der Freude an Farben,
entstanden diese sieben Haikus, die losgelöst von der esoterischen Richtung,
einfach die Wirkung von Farben auf uns Menschen beschreiben
- von Orten, an denen wir die Farbe empfinden
- was diese in uns auslöst
- was diese mit uns macht
Susi Menzel Juli 2006
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